Erste Südkorea-Reise – Ein Online-Tagebuch

Helmuth Rilling und seine Ensembles zu Gast beim "3rd International Bach Festival" in Südkorea mit einem Bach-"Paket" (Motette, Kantate, Magnificat) und Händels "Dixit Dominus" in drei Konzerten in Daejeon, Goyang und Seoul.

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Dienstag, 27. Oktober 2009

Also, mit Yin und Yang hatte das herzlich wenig zu tun: elf Stunden Flug über acht Stunden Zeitzonendifferenz und als Dreingabe noch eine vierstündige Busfahrt durch diesige Autobahnlandschaften. Entsprechend zerknautscht erreichte das Ensemble in der Dienstags-Dämmerung ̶  daheim wachten sie gerade auf  ̶  das Hotel in Yuseong, einem Stadtteil der südkoreanischen Millionenstadt Daejeon im Zentrum des Landes...

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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Der Mittwoch soll keineswegs unter den Tisch gefallen sein, doch detaillierte Berichte von Probenverläufen über einen ganzen Tag hinweg ähneln einander nicht nur auffallend bzw. völlig unbeeindruckt von stark abweichenden Geodaten, sie sind zudem nicht für ein Reisetagebuch wie dieses geeignet.

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Samstag, 31. Oktober 2009

Auf dem Weg in die Hauptstadt zu zwei Konzerten in Goyang und Seoul. Kurze Rast. Soldaten mit schwarzem Mundschutz treten an, um im Dauerlauf ihren Bus nebenan zu entern. Bilder, die verwirren. Wir fahren weiter. Tüten mit dubiosem Inhalt werden zögernd geöffnet, glutamatstrotzende Dauerbackwaren mit verhaltener Begeisterung weitergereicht. Den Fehler, einen Ginsengtee zu probieren, hat niemand mehr gemacht.

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Sonntag, 1. November 2009

Alle sind wohlbehalten, gesund und munter zurückgekehrt. Es wird wohl eine geraume Weile dauern, bis die Eindrücke sortiert und manche ihrer Ausschläge nach oben und unten angemessen geglättet sind. Diese Reise war schon unglaublich aufregend. Doch eine Konzert-Woche ist eine Konzert-Woche, so viel steht für’s erste fest, und sicher keine geeignete Spanne, um sich ein wirkliches Bild von einem Land zu machen, das uns „reisefeste“ Besucher mit einem Höchstmaß an Andersartigkeit empfängt. Deren Verständnis wäre ja eigentlich erst die notwendige Voraussetzung eines wirklichen Kennenlernens, wofür es schlichtweg zu wenig Gelegenheit gab (was wiederum nicht heißen soll, wir hätten uns keine Mühe gegeben). Aber mal halblang: Die vier wunderschönen Konzerte mit Bachs und Händels Musik waren einmal mehr der beste Beweis für die Chance eines unmittelbaren Verstehens. Ganz herzlichen Dank für die Einladung nach Südkorea!

Am End: ein kleines, in keiner Weise repräsentatives, bunt zusammengesetztes

 

tl_files/buttons/imago_orange.gif Kurzvideo

Und später noch, doch nicht zuletzt: Unsere Elisabeth Gantert hat ein richtiges (!) fetziges Tagebuch verfasst und bebildert. Wir dürfen es lesen, und zwar hier.